Das Abseits,
ein sicherer Ort?

Über Gustav Ichheiser,
Anmerkungen zur Biographie
eines Außenseiters

VON GERHARD BENETKA
DER AUTOR
Gerhard Benetka ist Dekan auf der Sigmund Freud Universität Wien und schreibt seit den 80iger Jahren über die österreichische Psycho-logie im Nationalsozialismus und deren Folgen.
ASSOZIIERTE PERSONEN
ASSOZIIERTE ORTE
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In seiner Autobiografie hat der deutsche Sozialpsychologe Peter Brückner (1980) sich seiner Kindheit und Jugend im Nationalsozialismus erinnert. Er beschreibt sich als „geborenen Dissidenten“, den eben diese Dissidenz behütet hat vor der Katastrophe der Faschisierung: „Das Abseits ist, was den Nationalsozialismus angeht, in Deutschland der einzig sichere, ja der einzig glückliche Ort.“ (Ebd., S. 8)

Der Text selbst ist als Variation über dieses eine zentrale Thema zu lesen: Wie der Autor sich als Kind und später als Jugendlicher sich ständig neue soziale Nischen eröffnet, in denen er der drängenden Zuschreibung der Rolle von ‚Täter‘ oder ‚Opfer‘ zu entgehen versteht. Was den heutigen Leser nachdenklich stimmt, ist dieser Duktus eines Schelmenromans: Mit pfiffig-frechen Winkelzügen widersetzt der Held sich jeglicher Art von Autorität. Wenn Brückner also sagt, dass dieses Abseits ein glücklicher Ort ist, so meint er damit einen Ort, den der, der schlau ist, sich zu seinem Glück erobert. Impliziert ist damit aber auch, dass die, die nicht zu diesem Glück gelangen, eben die sind, die weniger, die zu wenig schlau gewesen sind. Was für ein Hochmut! Denn was dem Schelm in seinen sich selbst so schätzenden Erinnerungen völlig entgangen zu sein scheint, ist, dass es zum Überleben im glücklichen Abseits – und das vor allem – des Glücks bedarf.


„Endgültig im ‚Abseits‘ – wohl alles andere als
ein sicherer, ein glücklicher Ort!“

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Furcht vor Vermassung, Furcht vor Sozialismus und Demokratie – deutschsprachige Universitäten waren schon lange vor 1914 zu einem Hort der Reaktion geworden. Nach 1918, und das insbesondere in ‚Rest-Österreich‘, an dessen Überleben als eigener Staat niemand so recht glauben wollte, brach eine Flut von Deutschnationalismus und Antisemitismus an den Hochschulen sich nahezu ungehemmt eine Bahn: „In einem von antidemokratischen Umtrieben verseuchten Klima wucherte der Protektionismus. Sozialisten, Liberale und Juden wurden mehr und mehr ausgegrenzt.“ (Benetka, 1995, S. 209)

Aber war die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen nicht auch eine Zeit der Blüte für die Sozialwissenschaften, insbesondere auch für die Psychologie? Eine Zeit kühner Ideen und Konzepte, formuliert von vorwiegend jüdischen und sozialistischen Intellektuellen, die Antworten suchten auf die Verstörungen der Moderne und auf die Krise, auf die diese moderne Welt damals unaufhaltsam zuzustreben schien? Sieht man genauer hin, so erkennt man, dass die oft und oft zitierte Kreativität und Genialität des Geisteslebens, die vielgerühmte Wissenschaftskultur des Roten Wien zu einem großen Teil im Eigentlichen eine Gegen-Kultur war, eine Kultur, die sich weitgehend außerhalb und gegen den an den Universitäten angesiedelten Wissenschaftsbetrieb in privaten Vereinen und Gesprächszirkeln herausgebildet hat. (Fleck, 1987)

Für junge jüdische und sozialistische Intellektuelle mit sozialwissenschaftlichen Ambitionen bestand in der Zwischenkriegszeit keine Chance auf eine akademische Karriere. Man nehme nur die Betreiber der nachmals so berühmten Österreichischen Wirtschaftspsychologischen Forschungsstelle: Paul Lazarsfeld, Marie Jahoda, Hans Zeisl und all die anderen jungen Doktoren der Philosophie oder der Rechtswissenschaften in ihrem Umfeld – keinem von ihnen wäre es eingefallen, sich an der Universität um eine Habilitation zu bemühen. Und das, obwohl gerade dieser Zirkel über das von Karl und Charlotte Bühler geleitete Wiener Psychologische Institut mit einer Universitätseinrichtung aufs engste verbunden war. Nur zu gut wusste jeder über die politische Verhältnisse an der Alma Mater Rudolphina Bescheid (vgl. dazu z. B. Taschwer, 2015): etwa durch Edgar Zilsels Ansuchen um Verleihung der venia legendi, das 1924 von reaktionären und antisemitischen Professoren der Philosophischen Fakultät der Wiener Universität mit ignoranter Beiläufigkeit abgeschmettert worden war. (Fleck, 2015, S. 253)

Es galt, sich um einen Brotberuf außerhalb der Universität umzusehen: Zilsel arbeitete zunächst als Gymnasiallehrer, bevor er als Dozent an den Wiener Volkshochschulen ein neues Betätigungsfeld fand.[1] Sein Beispiel steht für viele: dieser Typus des ‚Sozialwissenschaftlers im Nebenberuf‘. Innerhalb eines dichten Netzes von städtischen und anderen von den die Stadt regierenden Sozialisten dominierten Einrichtungen ließen sich – in zumeist sehr bescheidenem Ausmaß – dann auch wissenschaftliche Arbeitsmöglichkeiten finden: im Bereich der Volks- und Erwachsenenbildung eben, in der Lehrerbildung am Pädagogischen Institut der Stadt Wien, im Kontext der Wiener Arbeiterkammer oder im Rahmen von aus öffentlichen oder Parteimitteln finanzierten Einrichtungen wie Otto Neuraths Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum, in dem die nachmals so berühmte Wiener Bildstatistik entwickelt wurde.

Nur allzu verlockend ist es, in der Rückschau aus der Not eine Tugend zu machen: Ist es angesichts des reaktionären antisemitischen Klimas an der Universität nicht gerade diese universitäre Außenseiterposition gewesen, die innovatives Denken ermöglicht hat? Schon am Ende des 19. Jahrhunderts z. B: Hätte Freud, wenn ihm als Jude eine universitäre Karriere als Neurophysiologe möglich gewesen wäre, die Psychoanalyse erfinden können? Oder, später, eben in der Zwischenkriegszeit: Sind viele der Außenseiter von damals – man denke etwa an Lazarsfeld und Jahoda – in der Emigration nicht gerade deshalb zu wissenschaftlichem Ruhm und Ansehen gelangt, weil sie in ihrer Wiener Zeit fernab der Universität und über deren ideologische Engstirnigkeit weit hinaus voneinander und miteinander Neues hatten lernen können?

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Eine der wenigen bekannten Fotografien von Gustav Ichheiser, vermutlich 1931
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Was die Erzählungen über die Innovationskraft der außeruniversitären Sozialwissenschaft in der österreichischen Zwischenkriegszeit zu verzerren droht, ist, dass wir stets nur das Schicksal jener vor Augen haben, von denen wir wissen, weil sie von Zeitgenossen entweder vor oder nach ihrer erzwungenen Emigration als Akteure auf diesem oder jenem wissenschaftlichen Feld zur Kenntnis genommen worden sind. Von den vielen im ‚Abseits‘, die, weil sie eben im ‚Abseits‘ waren, niemand zur Kenntnis genommen hat, wissen wir nichts. Diesen Umstand, dass wir nichts wissen, damit zu erklären, dass es da eben nichts gegeben hat, was sich zu wissen lohnt, verbietet sich von selbst: Gute Ideen setzen sich nicht durch, weil sie per se gut sind, sie setzen sich durch, wenn jemand sie zur Kenntnis nimmt und für gut befindet. Was wäre z. B. mit Ludwik Fleck gewesen, wenn Thomas Kuhn (1962) nicht zufällig über ihn gestolpert wäre? Vergessen – vielleicht deshalb, weil er, ein polnischer Jude, den die Nazis ins Ghetto und dann ins Konzentrationslager verschleppt hatten, nach seiner Befreiung so ‚ungeschickt‘ war, im internationalen Zusammenhang nichts Relevantes mehr zu publizieren?

Über die vielen, die im Abseits gänzlich gescheitert sind, gibt es tatsächlich nichts zu wissen. Nur über die, die in ihrem Scheitern irgendwie doch Spuren hinterlassen haben. Ihre Geschichte lehrt jedenfalls, dass das ‚Abseits‘ zumeist eines sicher nicht ist – ein sicherer, oder gar ein glücklicher Ort.

Von den vielen im ‚Abseits‘, die, weil sie
eben im ‚Abseits‘ waren, niemand zur Kenntnis
genommen hat, wissen wir nichts.

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Gustav Ichheiser ist ein Autodidakt, d. h. niemandes Schüler gewesen. Zu Recht betont Reinhard Müller (1993, S. 9), dass der Umstand, dass er bei Karl Bühler am Wiener Psychologischen Institut promoviert hat, zunächst eigentlich nichts besagt.[1] Nicht jeder, der unter Bühler seine Dissertation abschloss, war deshalb seiner Psychologie verpflichtet. Schon gar nicht zu Beginn von Bühlers Wiener Zeit. Tatsächlich hatte das Thema von Ichheisers Doktorarbeit aus dem Bereich der Ästhetik nichts zu tun mit dem Forschungsprofil der Wiener Schule, wie es sich ab der Mitte der zwanziger Jahre langsam abzuzeichnen begann. Eine erste Fassung (Ichheiser, 1923) wurde von Bühler – ein sicheres Zeichen dafür, dass er am Entstehen der Dissertation, wenn überhaupt, so nur recht wenig Anteil genommen hatte –ihrer wissenschaftlichen Mängel wegen abgewiesen. Ichheiser musste sie gründlich umarbeiten; erst im zweiten Anlauf (Ichheiser, 1924) konnte er reüssieren.

Über die Zeit danach wissen wir wenig. Während eines Italien-Aufenthalts vertiefte sich Ichheiser in die Schriften Machiavellis, Vorarbeiten vermutlich zu seinen kritischen Studien über den Begriff des Erfolges (Ichheiser, 1927a). Nach seiner Rückkehr nach Wien scheint sich die mit der Promotion gegebene Verbindung zum Wiener Psychologischen Institut bei der Suche nach einem Brotberuf dann schließlich doch noch rentiert zu haben.

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Die Geschichte der Gründung des Psychologischen Instituts ist bemerkenswert (Benetka, 1990 u. 1995). Bühler war 1922 über die Vermittlung des sozialistischen Stadtschulrates an die Wiener Universität berufen worden, sein Institut war Teil des Pädagogischen Instituts der Stadt Wien, der Leitzentrale der Wiener Schulreform, untergebracht also nicht in einem Gebäude der Wiener Universität, sondern direkt im Palais des Stadtschulrates für Wien an der Ringstraße. Pointiert ausgedrückt: Das Wiener Psychologische Institut gehörte nicht der Universität, sondern der Stadt Wien; der Universität war es sozusagen nur leihweise zur Mitbenutzung zur Verfügung gestellt. Darin lag die Ausnahmestellung dieser Einrichtung inmitten des klerikal-konservativ oder deutsch-national bestimmten Ungeists an der Universität begründet: Die Institutsleitung pflegte engen Kontakt zur sozialistischen Stadtverwaltung; man kooperierte mit städtischen Einrichtungen, zunächst auf dem Gebiet der Lehrerbildung, später auch auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendwohlfahrt.

Bei Bühler dissertiert zu haben, war im Roten Wien also sicher keine schlechte Visitenkarte. Wie immer die Sache im Detail gelaufen ist: Ichheiser fand zunächst Arbeit, ab 1927 schließlich auch eine feste Anstellung im Rahmen des von der Gemeinde Wien und der Wiener Arbeiterkammer gemeinsam erhaltenen Städtischen Berufsberatungsamts.

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Der Begriff ist älter als die Sache, die er später bezeichnen sollte: ‚Psychotechnik‘ war für William Stern die wissenschaftlich fundierte Menschenbehandlung; zusammen mit der ‚Psychognostik‘ – der wissenschaftlichen Menschenkenntnis – bildete sie den Wissensbestand der ‚angewandte Psychologie‘. Für Münsterberg (1912, S. 1) fiel der Begriff zusammen mit der praktischen Anwendung der Psychologie überhaupt: mit der praktischen Anwendung von psychologischem Wissen „im Dienste der Kulturaufgaben“. Statt Kulturaufgaben hätte er getrost auch setzen können: im Dienste von ökonomischen Interessen: Durch „exakte psychologische Methoden“ gelte es – so heißt es ganz unverhüllt im Kapitel über das Wirtschaftsleben – nämlich zu ermitteln, wie „die Befriedigung der wirtschaftlichen Bedürfnisse am leichtesten, am schnellsten, am sichersten, am nachhaltigsten erreicht werden könnte“ (ebd., S. 144). Bereits 1910 hatte Münsterberg in den USA eine Art Berufstest zur Auslese von Straßenbahnfahrern durchgeführt. Damit war das Feld vorgegeben, auf das sich die Psychotechnik in der Folge vor allem konzentrieren sollte: auf die Entwicklung von Verfahren, mit deren Hilfe man die Eignung von Arbeitssuchenden für bestimmte Berufe feststellen konnte.

Im deutschen Sprachraum erfolgte die breite Umsetzung dieses Programms während des Ersten Weltkriegs im militärischen Kontext. Von zum Kriegsdienst eingezogenen Hochschulpsychologen wurden psychotechnische Verfahren zur Auswahl von sogenannten Spezialisten angewandt: von Kraftfahrern, Funkern, von Personal im Schall- und Lichtmessdienst, Flugzeugführern etc. Ziel war die Verkürzung von Anlernzeiten. Bald schon arbeiteten Psychologen auch in Lazaretten mit Kriegsversehrten, wobei es vorrangig – es gab eigene Prüfstellen für Ersatzglieder bei Amputierten – um die Feststellung von Möglichkeiten einer raschen Wiedereingliederung in die Rüstungsindustrie ging. Mit der Fortdauer des Krieges mussten an der ‚Heimatfront‘, wie man sagte, immer mehr qualifizierte durch unqualifizierte Arbeitskräfte, insbesondere aber auch durch Frauen ersetzt werden. So entwickelte z. B. William Stern in Hamburg ein Eignungsprüfverfahren zur Auswahl von Straßenbahnfahrerinnen (Bühring, 1996, S. 108).

Man darf sich das Ausmaß und die praktische Bewährung der Psychotechnik im Kriege nicht als allzu bedeutsam feststellen. Für ihre Blütezeit ab der Mitte der zwanziger Jahre in der Weimarer Republik war weniger die Qualität der von Psychologen bei der Armee geleisteten Arbeit verantwortlich als die besonderen wirtschaftlichen Bedingungen, wie sie sich nach 1918 im Übergang von der Kriegs- zur Friedenswirtschaft herstellten. Die beschleunigte Inflation ermöglichte eine zuvor ungeahnte Konzentrations-bewegung von Kapital und Produktion, die wiederum die Voraussetzung bildete für breite Rationalisierungsmaßnahmen – für Kampagnen, die vor allem auch die Rationalisierung der Anwendung der Arbeitskräfte mit einschlossen. (Vgl. Jaeger & Staeuble, 1981) Die ambivalente Haltung der deutschen Arbeiterbewegung trug das Ihre dazu bei, dass die industrielle Psychotechnik boomte. Sieht man von öffentlichen Einrichtungen zur Berufsberatung ab, ist ein Berufsfeld für Psychologen in dieser Entwicklung aber nicht entstanden: Psychotechnische Eignungsprüfungen in den Betrieben wurden in der Mehrzahl von Ingenieuren durchgeführt; wenn Psychologen einbezogen waren, dann in der Rolle als Berater, der die an die jeweils bestehenden betrieblichen Anforderungen angepassten Prüfverfahren entwickeln hilft und an der Schulung von betriebsinternen Psychotechnikern mitwirkt.

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Maßnahmen zur Behebung des kriegsbedingten Mangels an qualifizierten Arbeitskräften setzten vor allem an der Lehrlings-ausbildung an. Die Lehrlingsauslese wurde denn auch zum eigentlichen Hauptbetätigungsfeld der Psychotechnik. Während in Deutschland Prüfstellen außer bei Arbeitsämtern und staatlichen Betrieben wie der Reichsbahn und der Reichspost von Beginn der zwanziger Jahre auch in Industriegroßbetrieben eingerichtet wurden, blieb in Österreich die Psychotechnik zunächst weitgehend auf den Bereich der auf Länderebene organisierten Arbeitsstellen-vermittlung im Zusammenhang mit dem Arbeitslosenversicherungs-gesetz und auf den Bereich der kommunal organisierten Berufsberatung beschränkt.

An einer von öffentlichen Einrichtungen getragenen Berufsberatung war in den Anfangstagen der Ersten Republik vor allem die österreichische Sozialdemokratie interessiert. Als nach ihrem Ausscheiden aus der Bundesregierung und der Verselbständigung der Stadt Wien von Niederösterreich die SDAP mit dem Aufbau einer sozialistischen Landesverwaltung in Wien begann, wurde 1921 das Berufsberatungsamt der Gemeinde Wien und der Kammer für Arbeiter und Angestellte in Wien gegründet. Die Einbindung von Schulabgängern in qualifizierte Ausbildungen galt – in enger Zusammenarbeit mit dem dem Stadtschulrat für Wien unterstellten Pflichtschulwesen – als wesentlicher Bestandteil der städtischen Sozialpolitik,[1] 1927 wurde das Amt den für die Jugendwohlfahrt zuständigen Stadtrat für Wohlfahrtswesen und Sozialverwaltung, dem Anatomieprofessor Julius Tandler, unterstellt. Neben medizinischen Eignungsfeststellungen wurden von 1924 an auch psychotechnische Untersuchungen integriert, zunächst in Kooperation mit dem von Karl Bühler geleiteten Psychologischen Universitätsinstitut im Wiener Stadtschulrat. Ab Mai 1926 erhielt Gaston Roffenstein, der in dieser Anfangszeit für die psychologischen Prüfungen zuständig war, eine eigene Planstelle eingerichtet, zunächst für zwölf Wochenstunden, ab September 1926 für 24 Stunden (Gugitscher, 2013, S. 45). Nach dem Unfalltod Roffensteins übernahm Gustav Ichheiser im September 1927 diese Position.[1] Ab Juli 1928 bekleidete er eine Vollzeitstelle. Die Anzahl der am Berufsberatungsamt durchgeführten psychologischen Gruppen- und Einzeltestungen stieg rapide an: Wurden 1926 496 Untersuchungen durchgeführt, so im Jahr 1927 schon 1.904, im Jahr darauf 2.854 (Tauber, 2002, S. 86).

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In den zwanziger Jahren begann sich die Praxis psychotechnischer Eignungsprüfungen auch als wissenschaftlicher Diskurs zu etablieren (vgl. z. B. auch Métraux, 1985). Übersieht man die Verhältnisse im deutschen Sprachraum, so lassen sich im groben zwei theoretische Modelle unterscheiden: ein ‚technologisches Modell‘ (Staeuble, 1990), nach dem praktische Psychologen zur Lösung von gegebenen, d. h. von Handel und Industrie bzw. auch vom Militär vorgegebenen Problemen beizutragen hätten; und ein – vorwiegend von in universitären Zusammenhängen arbeitenden Psychologen vertretenes – Modell, in dem auch das subjektive Moment, zumindest in Ansätzen also auch die Behauptung individuellen Emanzipationsstrebens gegen kapitalistische Versachlichung Berücksichtigung fanden.

Die Auseinandersetzungen in Österreich zeigen, dass diese Differenz eben nicht deckungsgleich ist mit der auf die institutionellen Rahmenbedingungen abhebenden Unterscheidung zwischen ‚industrieller Psychotechnik‘ in großen Betrieben und psychologischen Eignungsfeststellungen im Rahmen öffentlicher Berufsberatung. In Österreich konkurrierten beide Modelle – das technologische und das personale – auf ein und demselben institutionellen Feld: eben auf dem Feld der Zuweisung von Schulabgängern zu Lehrstellen und unqualifizierten Arbeitskräften zu Qualifizierungsmaßnahmen. Wie in Deutschland fand sich aber auch in Österreich die Frage nach dem Zweck aufs engste mit der Frage nach der Qualität der Methoden psychotechnischer Eignungsprüfungen verbunden.

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Zur Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit nach dem Kriegsende wurden auf Länderebene Industrielle Bezirkskommissionen eingerichtet. Paritätisch von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen getragen, sollten sie die Durchführung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes, insbesondere aber die Arbeitsstellenvermittlung organisieren. 1926 wurde bei der Industriellen Bezirkskommission Wien ein Psychotechnisches Institut unter der Leitung von Karl Hackl (vgl. Hackl-Grümm, 2015) gegründet.[1] Zentrale Aufgabe war zunächst die Durchführung von Eignungsprüfungen im Rahmen von Umschulungs- bzw. Nachschulungsmaßnahmen. Zur wissenschaftlichen Fundierung seiner Arbeit ging das Institut eine Arbeitsgemeinschaft mit der Lehrkanzel für Physiologie an der Universität Wien unter Arnold Durig ein.[2] Offenbar war man zunächst auch an der Diagnose und Behandlung psychischer Störungen interessiert, vermutlich unter dem Einfluss des ehemaligen Freud-Schülers Fritz Wittels,[3] der in der Anfangszeit des Instituts mitarbeitete. Kontakte gab es auch zur Psychiatrisch-Neurologischen Universitätsklinik, die kostenlose Arbeitstherapieplätze zur Verfügung stellte. Hackl und Durig planten den Aufbau eines großen, dem Kaiser Wilhelm Institut für Arbeitsphysiologie in Berlin vergleichbares ‚Arbeitswissen-schaftliches Institut‘, in das auch die Universitätspsychologie eingebunden werden sollte. Karl Bühler zeigte sich durchaus interessiert, er richtete an seinem Institut auch ein psychotechnisches Praktikum ein und ließ zwei Dissertationen am Durig-Institut betreuen. An eine auch mehr formal gebundene Mitarbeit stellte er aber sehr grundlegende Bedingungen, insbesondere den Einfluss auf die Auswahl des Personals, um den wissenschaftlichen Standard der angewandten psychotechnischen Verfahren zu garantieren. Das Arbeitswissenschaftliche Institut kam schließlich nicht zustande. An seiner Stelle wurde ein nationaler Dachverband zur Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Psychotechnik gegründet. In Abwesenheit Karl Bühlers gehörte seine Frau dem Proponenten-Komitee der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Psychotechnik an, Karl Bühler war in den Folgejahren im Vereinsvorstand vertreten. (Benetka, 1995, S. 244-245)

Mitte 1927 übersiedelte das Psychotechnische Institut der Industriellen Bezirkskommission Wien in neue Räumlichkeiten in der Seilerstätte in der Wiener Innenstadt. Von nun an wurden – und das durchaus in Konkurrenz zum Städtischen Berufsberatungsamt – auch in wachsender Zahl psychotechnische Eignungsprüfungen an Lehrlingen durchgeführt. Bis zum Jahr 1931 fanden dort ca. 17.000 Untersuchungen statt – das Psychotechnische Institut war damit binnen nur weniger Jahre zur größten psychotechnischen Einrichtung in Österreich geworden. Etwa die Hälfte der Untersuchungen wurde von der Industriellen Bezirkskommission angeordnet, die übrigen wurden im Auftrag von öffentlichen Institutionen und privaten Wirtschaftsunternehmen durchgeführt.

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Gegen die seiner Auffassung naiv-unkritische Verwendung psychotechnischer Eignungsprüfverfahren in dem von Karl Hackl geleiteten Psychotechnischen Institut begann Gustav Ichheiser in den Folgejahren anzukämpfen. Aus seinen jährlichen Arbeitsberichten (Ichheiser, 1930a, 1931a u. 1932) geht hervor, dass er sich vor allem um die Bewährungskontrolle, insbesondere aber auch um die Entwicklung stärker auf die individuellen Besonderheiten der Prüflinge Rücksicht nehmender Prüfmethoden bemühte. Hinterfragt wurde auch das Menschenbild der Psychotechnik, die unkritische Ausrichtung der psychologischen Untersuchungen auf aus der Sicht der Probanden fremdbestimmte Zwecke, die ethisch problematische Indienstnahme der Psychotechnik im Interesse der wirtschaftlichen Rationalisierung. Schließlich eskalierte der wissenschaftliche Streit. Ichheiser griff offen die wissenschaftliche Integrität Karl Hackls an, Hackl klagte, die Arbeitsgemeinschaft für Psychotechnik stellte sich hinter ihn.

Ichheiser kämpfte von Anfang an auf verlorenem Posten. Die politischen Bedingungen hatten sich grundsätzlich geändert. Im März 1933 hatte die Dollfuß-Regierung die parlamentarische Demokratie ausgeschaltet und mit der Zerschlagung der Einrichtungen des Roten Wien begonnen. Das Berufsberatungsamt der Stadt Wien wurde aufgelöst, Personal und Bestand wurden dem Psychotechnischen Institut des Landesarbeitsamts Wien eingegliedert, Ichheiser verlor seinen Arbeitsplatz

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Das Besondere, das Ichheiser gegenüber seinen Kontrahenten auszeichnete, war sein Interesse an der theoretischen Fundierung seiner berufspsychologischen Tätigkeit in einer Allgemeinen Psychologie. Seine Arbeit in der Berufsberatung ist also die Arbeit nicht einfach eines ‚Praktikers‘, sondern die eines wissenschaftlich forschenden Psychologen, der mit großer Selbstverständlichkeit an den wissenschaftlichen Diskursen seines Faches partizipiert. Die phänomenologische Psychologie, die Ichheiser vertrat, ist in groben Zügen an Brentano orientiert, auf Husserl wird gelegentlich Bezug genommen, nirgendwo aber auf seine Meditationen über die wissenschaftliche Methode der Phänomenologie. Ein an den Aufgaben der deskriptiven Psychologie interessierter Psychologe gelangt zu seinen Einsichten einfach durch Intuition und Überlegung; von daher erklärt sich der phasenweise apodiktische Ton von Ichheisers Ausführungen. Empirische Inszenierungen im herkömmlichen Sinn sind in der Tradition Brentanos Sache der genetischen Psychologie. Die deskriptive Klärung der Grundbegriffe ist prinzipielle jeder Forschung vorgelagert; viele Mängel der überkommenen Psychologie erklären sich eben daraus: dass sie die Problemstellungen der deskriptiven mit jenen der genetischen Psychologie vermischt, zumeist sogar verwechselt hat. (Vgl. Benetka, 1999 u. 2018b)

Ichheisers Arbeiten wurden in den damals im deutschen Sprachraum maßgeblichen Journalen der wissenschaftlichen Psychologie und der sich formierenden Soziologie abgedruckt. Er schrieb mit stolzer Brust, gerade auch dann, wenn er Probleme der praktischen Berufsarbeit in Angriff nahm – gegenüber dem Gros seiner Kollegen aus der Psychotechnik eben stets von einer deutlich höheren Warte, nämlich von der Warte der akademischen Wissenschaft aus.

Rudmin et al. (1987), deren Verdienst es war, vor allem auch Ichheisers frühe deutschsprachige Arbeiten wiederentdeckt und entsprechend gewürdigt zu haben, haben jene Gebiete der Sozialpsychologie umschrieben, auf denen der Autodidakt Gustav Ichheiser nachmals als selbstverständlich etablierte Fragestellungen und Ideen zum Teil um Jahrzehnte vorweggenommen hat: das ganze Feld der späteren Attributionspsychologie, zentrale Fragen der Vorurteilsforschung, daraus als theoretische Konsequenz all das, was man später als kognitive Schemata bezeichnet hat, dann die Rede vom automatischen Denken (bei Ichheiser: „instinktive“ oder „natürlich-naive“ Deutungen; vgl. z. B. Ichheiser, 1934, S. 132-133), jene Sachverhalte, die wir heute unter dem Konzept der Image-Bildung fassen (Ichheiser, 1928b) – und das lange vor Goffmans Einsicht, dass wir alle stets Theater spielen –, in methodischer Hinsicht schließlich das Phänomen des Versuchsleitereffekts (1931c) und vieles andere mehr.

Es ist wichtig zu sehen, wie konsequent Ichheiser praktisch relevante Fragestellungen in seiner theoretischen Psychologie verankert oder umgekehrt: sie überhaupt aus der psychologischen Theorie ableitet. Wir können das im Folgenden in aller Kürze zu skizzieren versuchen. Wir nehmen dabei die beiden wichtigsten Arbeiten Ichheisers zur phänomenologischen Psychologie zum Ausgang: den Aufsatz Über die „gemeinsam“ und die „individuell“ gegebenen Inhalte und ihre Bedeutung im Aufbau des Bewusstseins (Ichheiser, 1927b) und den Aufsatz über „Sein“ und „Erscheinen“ (Ichheiser, 1928a). Darin findet sich das wesentliche Begriffsinventar für eine ganze Serie von Arbeiten über den Täuschungsbegriff vorbereitet: die Differenzierung zwischen unmittelbar Gegebenem und dem mittelbar Gewussten; die Unterscheidung zwischen Gegenstands- und Zustandsbewusstsein; die Auffassung des anderen als Du-Bewusstsein; die sozialpsychologische Öffnung: das Du-Bewusstsein als Teil des gemeinschaftlich geteilten Gegenstandsbewusstseins; dann der Hinweis darauf, dass und wie das Du-Bewusstsein der anderen das eigene Selbstbewusstsein formt, etc. Aus all dem dann die Wendung hin ins Erkenntniskritische und damit die Vorbereitung zur Wendung hin ins Praktische: In seinem Aufsatz über Die Erforschung des Seelenlebens als Aufgabe und das Problem der „Täuschung“ (Ichheiser, 1928d) wird aus der Unterscheidung zwischen dem unmittelbar Erlebten und dem Zur-Kenntnis-Nehmen des Erlebens eine (Sozial-)Psychologie der Selbsttäuschung entwickelt. Viele methodische Probleme der älteren Psychologie lassen sich ableiten daraus, dass die wert-, sozial- und erkenntnispsychologisch bedingten Schwierigkeiten der – wie Ichheiser sagt – „Transponierung“ des Erlebens ins Gewusste nicht entsprechende Berücksichtigung fanden. Dann die Anwendung dieses Konzepts auf das praktische Problem der psychologischen Beurteilung anderer Menschen. Ichheisers Text aus 1930 nimmt vieles von den späteren Beiträgen zur Psychologie der Attribution, vor allem aber zur Psychologie der Fehlattributionen vorweg: so z. B. den Gedanken, dass im Verstehen des anderen prinzipiell Unverständliches in einen „formalen Verständniszusammenhang“ hineingepresst wird: ein frühes Wetterleuchten dessen, was man heute den fundamentalen Attributionsfehler nennt. (Ichheiser, 1930c) In diesem Kontext wichtig ist eine Arbeit aus dem Jahr zuvor (Ichheiser, 1929a), in der Ichheiser davor warnt, wie leicht man in der Beurteilung von Menschen von einzelnen und beobachtbaren Aspekten ihrer Lebensbewältigung auf ihre Gesamtpersönlichkeit und von dort auf ihr Verhalten in anderen, nicht beobachtbaren Lebenszusammenhägen zu schließen geneigt ist.

1930 erschien das erste Buch: eine seit den frühen Machiavelli-Studien ihn beschäftigende Kritik des Erfolges (Ichheiser, 1930b). „Erfolgreich“ sind nach Ichheiser die, die „soziale Normen“ zu brechen bereit sind.[1] Aus der Entkoppelung des „Erfolgs“ von der „Leistung“ ergibt sich die Doppeldeutigkeit des Begriffs der „Tüchtigkeit“ (Ichheiser, 1931b) – und daraus ein Ansatz zur Kritik am Begriff der Eignung in der Psychotechnik: „Wollte aber jemand behaupten, dass der ‚wirklich Tüchtige‘ sich […] den Zugang zu einer angemessen […] Stellung zu bahnen versteht, so wäre darauf folgendes zu erwidern: 1. In einer ökonomisch derart rationalisierten Gesellschaft, wie es die unsere ist, in der das Geld (und andere Privilegien) so furchtbar viel, die Begabung so furchtbar wenig bedeutet, wird dies nur in seltenen Fällen möglich sein; […] 2. In jenen Fällen aber, in denen diese personalbedingte Eroberung einer Stellung wirklich erfolgt, ist sie fast nie den ‚leistungstüchtigen‘, sondern fast immer den ‚erfolgstüchtigen‘ Eigenschaften zu verdanken.“ (Ebd., S. 87) Eben davon wisse die herkömmliche Psychotechnik nichts: „Sie hat gewissermaßen nur das Leistungstechnische am Beruf gesehen und hat das spezifisch Soziologische so gut wie ganz verkannt“ (Ichheiser, 1929b, S. 465-466). Ohne Zweifel zählen „Fähigkeiten und Verhaltenskönnungen“ (d. s. Fertigkeiten), wie die Psychotechnik sie erfasst, zu den berufsrelevanten Faktoren; ebenso wie leistungsbezogene „tiefenpsychische“ Merkmale (z. B. „Beharrlichkeit, Ausdauer, Sorgfalt, Verlässlichkeit“, aber auch „arbeitspsychische Reaktivanlagen“: wenn jemand lieber alleine als in der Gruppe arbeitet, dann wird ihm „das zwangsweise Eingefügtsein in Gruppenarbeit […] eine schwere seelische Belastung bedeuten“, ebd., S. 463); darüber hinaus aber sind Faktoren zu berücksichtigen, die nicht unmittelbar auf den Leistungsaspekt bezogen sind, wie der „soziale Eindruckswert“ (z. B. Schönheit; sympathisches Auftreten) und die „berufliche Erfolgstüchtigkeit“ (all das, was jemand tut, um sich selbst möglichst gut zu ‚vermarkten‘). Eben das bleibt in der traditionellen Psychotechnik völlig ausgespart. Zu Unrecht, wie Ichheiser schreibt – vor allem dann, wenn es um prestigereiche Berufe geht: Je höher nämlich „in der sozialen Hierarchie ein Beruf rangiert“, desto größer und entscheidender ist in der Regel der relative Anteil jener „unechten“, nicht leistungsbezogenen Persönlichkeitseigenschaften (ebd., S. 469-470). Und pointiert, auf eine Formel gebracht: „‘Tüchtig‘ ist der, der sich so zu verhalten versteht, wie man sich verhalten muss, um als tüchtig zu gelten.“ (Ebd., S. 470)


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Wir wissen nicht, wie Ichheiser nach seinem Ausscheiden aus der Berufsberatung in Wien seinen Lebensunterhalt bestritten hat. Er hielt noch Vorträge an Wiener Volkshochschulen und suchte seine arbeitswissenschaftlich-berufskundliche Tätigkeit nach Polen zu verlagern. Über seine Arbeit am Warschauer Instytut Spraw Spolecznych ist wenig bekannt. 1938 floh er vor den Nazis über die Schweiz nach London, von dort ging er in die USA. Seine Familie wurde von den Nazis umgebracht.

Edith Weisskopf, die er 1941 in den USA ehelichte, erinnert sich, dass Ichheisers „view of the entire world was drenched in doubt“ (Weisskopf-Joelson, 1988, S. 32). Alle, die ihn persönlich gekannt und sich seiner erinnert haben, sie alle sagen, dass Ichheiser ein unbequemer, ein schwieriger Mensch gewesen sei. Dieser fortgesetzte Zweifel an allem und jedem – wie schwer es sein muss, damit zu leben! Der Psychologe, für den erfolgreich die sind, die sich über jene Gebote erheben, an die sich die einfachen, die nicht-erfolgreichen Leute gebunden fühlen, für den (so das Generalthema seiner im US-amerikanischen Exil entstandenen Schriften) das Missverstehen paradigmatisch ist für jede Form zwischenmenschlicher Kommunikation und die Täuschung für jedes Urteilen – er konnte keine Anschluss finden an die Welt der Wissenschaft, in der gerade Kritik und Zweifel als oberste Maxime des Denkens ausgegeben werden. Wie anders als zynisch musste ihm, dem Psychologen der Differenz von „Sein“ und „Erscheinung“, dieser Umstand erscheinen! Und wie anders als zwingend, dass gerade er, dem die moralische Problematik des Erfolges so klar bewusst war, dass gerade er erfolgreich nicht sein konnte. Mag sein, dass permanenter Zweifel paranoid ist. Aber gibt nicht der Paranoide gelegentlich auch gerade in seinem Wahn zu verstehen, dass er verstanden hat, wie die Dinge tatsächlich funktionieren? In den USA wurde Ichheiser schließlich weggesperrt: Paranoide Schizophrenie, elf Jahre zwangsinhaftiert in der Psychiatrie. Endgültig im ‚Abseits‘ – wohl alles andere als ein sicherer, ein glücklicher Ort!

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